Experten: Chinabesuch von Merkel vielversprechend für Zusammenarbeit
2019/09/09

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist wieder zu Besuch in China. Bei ihrem Besuch am Freitag und Samstag wird sie auch von einer Delegation deutscher Unternehmer begleitet.

Jens Hildebrandt, Chefrepräsentant der Vertretung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Beijing, hob die Bedeutung des chinesischen Marktes für deutsche Unternehmen hervor:

„Bundeskanzlerin Merkel legt großen Wert auf die Vielfalt der Unternehmerdelegation sowie das Gleichgewicht zwischen großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen. Es sollen möglichst viele Unternehmen repräsentiert werden. In der Delegation finden sich Verantwortliche großer deutscher Automobilunternehmen, wie auch Verantwortliche mittelständischer und kleiner Unternehmen. Soweit ich weiß, werden diesmal etwa zehn Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet."

Dieses Jahr verzeichnet die Wirtschafs- und Handelszusammenarbeit zwischen China und Deutschland weiterhin eine stabile Entwicklungstendenz. Jüngsten Angaben des chinesischen Handelsministeriums zufolge erreichte von Januar bis Juli das bilaterale Handelsvolumen etwa 106,9 Milliarden US-Dollar, 2,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Deutschland und China haben neue Investitionen in Höhe von 1,17 Milliarden bzw. einer Milliarde US-Dollar in den jeweiligen Ländern getätigt. Dazu erklärte Hildebrandt:

„Vor allem ist der Marktumfang Chinas am attraktivsten. Zudem hat China in den vergangenen 40 Jahren seinen inländischen Markt ständig geöffnet, was in- und ausländischen Unternehmen viele Entwicklungschancen geboten hat. Im Zuge der Außenöffnung wird China noch mehr Brachen für auswärtiges Kapital öffnen. Ich denke, dass immer mehr deutsche Unternehmen in China investieren werden."

Hildebrandt sieht zudem in Branchen wie „Digitalisierung", „Industrielles Internet", „Gesundheit und Medizin", „Umweltschutz" sowie „Neue Energien" die Möglichkeiten für stärkere Kooperationen zwischen beiden Ländern.

Eine ähnliche Auffassung vertrat auch Cui Hongjian vom chinesischen Forschungsinstitut für internationale Angelegenheiten:

„Die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland in der Fertigungsindustrie ist wichtig und erfolgreich. Aber angesichts des technischen Wandels – wie autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz – wird die Fertigungsindustrie in vieler Hinsicht beeinflusst. China und Deutschland sollen vielmehr eine Lösung für die Verbesserung der traditionellen Zusammenarbeit und Erhöhung der Qualität finden. Auch soll man gucken, ob es in einigen neuen Gebieten wie ‚Digitale Wirtschaft' Kooperationsmöglichkeiten bestehen."

Quelle: CRI

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