Vergangene 40 Jahre waren Zeugen des chinesischen Wirtschaftswunders
2018/12/18

Der Beijinger Bürger Cui Jianguo erinnerte sich noch an die Szene, als seine Nachbarn zu seinem Haus eilten, um sich einen importierten Farbfernseher anzusehen, den er mit der Bürgschaft seines Arbeitgebers gekauft hatte. Farbfernseher seien damals eine Besonderheit gewesen, sagte er der Tageszeitung People's Daily.

Anfang der 80er Jahre, erinnerte sich Frau Li in Shenzhen, musste man sich anstellen, um mit Geldnoten einzukaufen.

Heutzutage ist Chinas Produktion von Waren wie Klimaanlagen, Kühlschränken, Farbfernsehern, Waschmaschinen, Mikrocomputern, Tablets und Smartphones weltweit führend.

Hinzu kommen massive Veränderungen in China seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik im Jahr 1978. Dadurch stieg das Pro-Kopf-BIP in den vergangenen 40 Jahren um das 22,8-fache auf 59.660 Yuan (7600 Euro) und China wurde aus der Gruppe der Länder mit niedrigem Einkommen zu der mit mittlerem Einkommen gehoben.

„Das Angebot und die Nachfrage auf dem chinesischen Markt haben sich in den vergangenen vier Jahrzehnten grundlegend verändert. Heute gibt es eine Vielzahl von Produkten mit einem riesigen Angebot“, teilte das nationale Statistikamt mit.

Chinas Gesamteinzelhandelsumsatz mit Konsumgütern, ein Indikator für die Entwicklung des Konsumgütermarktes, stieg von 155,9 Milliarden Yuan (20 Milliarden Euro) im Jahr 1978 auf 36,63 Billionen Yuan (469 Milliarden Euro) im Jahr 2017. Im vergangenen Jahr besaßen je hundert städtische Haushalte durchschnittlich 235 Mobiltelefone, 80,8 Computer und 37,5 Autos.

Unterdessen haben sich Dienstleistungen in den Bereichen Unterhaltung, Tourismus, Catering und Gesundheit zu einem neuen konsumtiven Schwerpunkt entwickelt. Im Jahr 2017 erreichten die Gesamtausgaben für Reisen 4,6 Billionen Yuan (590 Milliarden Euro) – eine fünfundvierzigfache Steigerung gegenüber dem Jahr 1994 – und China ist zu einem Land mit den meisten ausreisenden Touristen geworden. Auch der Umsatz der Kinokassen des Landes stieg um 55,9 Milliarden Yuan (7,2 Milliarden Euro) und wuchs damit mehr als 22 Mal im Vergleich zu 1991.

Neben einer Vielzahl von Waren und Dienstleistungen, die den Konsum anregen, trugen auch steigende Einkommen zur Dynamik des Konsums bei. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes lag das verfügbare pro Kopf Einkommen der Einwohner im Jahr 2017 bei 25.974 Yuan (3.300 Euro) – 22,8 Mal mehr als im Jahr 1978.

Chinas Wirtschaft expandierte in den vergangenen 40 Jahren mit einer durchschnittlichen Rate von 9,5 Prozent und lag damit weit über den 2,9 Prozent der Weltwirtschaft im gleichen Zeitraum. Chinas BIP stieg von 367,9 Milliarden Yuan (47 Milliarden Euro) im Jahr 1978 auf 82,71 Billionen Yuan (10,59 Billionen Euro) im Jahr 2017.

Die Industriestruktur des Landes hat sich weiter optimiert und das Wirtschaftswachstum wurde von Konsum, Investitionen und Export getragen. Gleichzeitig hat China die größte Währungsreserve der Welt.

Quelle: CRI

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