德国总理默克尔首次就新冠肺炎疫情发表电视讲话【德中双语】
2020/03/19

  据约翰斯·霍普金斯大学统计,截至发稿时,全德确诊新冠肺炎病例数已达12327例,德国罗伯特·科赫研究所日前已将德国新冠肺炎疫情风险等级提升至“高”。3月18日,德国总理默克尔首次就德国新冠肺炎疫情发表电视讲话,此系默克尔担任总理14年来,除传统的新年电视讲话外,首次就特殊情况发表电视讲话。讲话全文及参考译文如下。

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  参考译文

  亲爱的同胞们:

  当前新冠肺炎疫情正急剧改变着我们国内生活。我们对常态、公共生活、社会共存的认知均面临前所未有的考验。你们中数以百万的人不能上班,你们的孩子不能上学或上幼儿园,剧院、电影院、商店被关闭,或许最重要的是:习以为常的人际交往受到限制。我们每一个人在这样的情势下都会对事态将会如何发展充满疑问和忧虑。

  今天我以这种不同寻常的方式与大家见面,因为我想告诉你们,什么是我作为联邦总理以及我的内阁同僚们的行动主旨。公开透明的决策和加以阐释是社会民主的应有之意,全力论证和宣介好我们的行动是为了能够得到理解和认同。

  我深信,当所有国民都把这项任务切实当作分内之事,我们就一定能完成好这一任务。因此请允许我对你们说:情势严峻,请务必认真对待。自德国统一以来,不,自二战以来,我们的国家还从未面临这样一次必须勠力同心去应对的挑战。

  我想向你们说明,我们当前遭遇的疫情以及联邦政府和国家层面将如何行动以保护好社会的每一分子,并减少经济、社会、文化领域的损失。但我也想向你们传递出,为什么需要您的付出,以及每个个体能为之做出哪些贡献。

  关于疫情,我所讲述的都源于联邦政府同罗伯特·科赫研究所的专家以及其他科学家、病毒学家持续沟通的结果。全世界都在加紧开展对新冠病毒的研究,但迄未找到有效的治疗方法和新冠肺炎疫苗。

  只要这种状况持续下去,我们能做的只有一件事,就是制定我们的行为准则:减缓病毒的传播,争取赢得几个月的时间来研发药物和疫苗,也为患者尽可能赢得治疗时间。

  德国拥有出色的医疗体系,这或许是世界上最出色的医疗体系之一。这给予我们信心。但如果在很短时间内出现过多需要住院的新冠肺炎重症患者,我们的医院也会超载。这不是简单而抽象的统计数字,而是一个个人,可能就是父亲、祖父、母亲、祖母、伴侣。我们是共同体,每个生命、每个人都是其中的一分子。

  借此机会,我要首先对我们的医生、护理人员以及其他医院、医疗系统工作人员说,你们在这场战疫中处于第一线,你们是最先面对患者的人,最了解被感染后果的人。你们日复一日地工作,总在同胞的身边。你们都是无畏的付出者,我向你们表示衷心感谢!

  可以说,一切努力都是为了延缓病毒在德国的传播。我们必须为之全力以赴减少公共活动。当然要保持理性和分寸,因为国家机器还要运转,供给还要继续得到充分保障,我们也希望尽可能维护经济的平稳运行。

  但是我们现在必须减少一切有可能危及所有人、每一个人和对社会造成损失的行为,我们必须尽其所能降低人传人的风险。我知道,目前采取的限制措施有多么剧烈:不再有大型活动,不再有展会,不再有音乐会,甚至中小学、大学、幼儿园都必须停课,儿童游戏场停止使用。我知道,联邦和各州一致采取的这些关停性限制措施都对我们的生活,也对我们民主社会的自我认知带来了冲击,这在德国历史上前所未有。

  我向大家保证,我同大家一样珍视宝贵的自由旅行、自由行动的权利,而限制措施实乃情势所迫。在一个民主社会里,不应轻率地采取这些限制措施,即使采取也要把握好度。但就目前而言,为挽救生命,这些措施不可或缺。这也是为什么自本周初起,我们开始对一些最重要的邻国实行严格的边境管控和入境限制的原因。

  对于经济而言,无论是大小企业,还是商店、饭店和自由职业者,目前都面临困境。接下来的几周将更加艰难。我向你们保证,联邦政府将尽一切可能减少疫情对经济的负面影响,尤其是维护就业岗位。我们能够且定将竭尽所能,帮助我们的企业和就业者渡过这一难关。

  大家尽管放心,无论何时,食物的供应都是有保障的,就算货架被清空了,也将重新被装满。我想对每个走进超市的人说:可以有所储备,但一定要适度。像仓鼠一样囤货既无意义,也极不利于团结。

  在这里,我也要向那些很少得到感谢的人们表示谢意。这些天里坐在超市收银台以及为装满货架而忙碌的人们正在从事目前最艰巨的工作之一。感谢你们为了同胞坚守岗位,保持商店的正常运转。

  现在我要说今天最要紧的事情,那就是如果我们不采用最有效的方法来防止病毒过快传播,那么所有国家业已采取的措施都将付诸东流。这就涉及到我们每一个人,因为病毒不认人,每个人都需要我为人人、人人为我。最重要的是要严肃认真地看到事情的本质,不要陷入惊慌,也不要有一丝谁或谁不重要的念头,没有任何人是可以被放弃的,每个人都值得我们全力以赴。

  这就是这场流行病令我们看到的:我们大家是多么脆弱,是多么依赖于他人的体贴照顾,又是如何通过共同行动来保护彼此并让彼此强大起来。

  这取决于我们每一个人。我们注定不会被动接受病毒的传播,我们有防范手段,即谨慎地彼此保持距离。病毒学家的建议也很明确:不要握手,认真勤快地洗手,同身边的人保持至少一米半的间距,最好不要同老人接触,因为他们格外容易受到病毒危害。

  我知道要达到这些要求是多么的困难,我们希望彼此亲近,尤其是在困难的时期。我们都知道肢体上的近距离接触是一种表达关心的方式。不幸的是目前情况恰恰相反。每个人都必须真正了解到,目前保持间距是互相关爱的最佳表达方式。

  我们要停止非必要的拜访、旅行,即使都是善意的,因为它们意味着交叉传染的可能,现在的确不应该再进行下去。专家建议祖孙之间现在不要碰面是有依据的。

  避免不必要的会面可以帮助每天在医院照顾病患的医护人员减轻负担,这也是我们挽救生命的方式。对于许多人而言这将是困难的,重要的是不让那些需要鼓励和信心的人孤立无援。如同家庭和社会一样,我们将找到其他方式来相互支持。

  现在已经有许多创新的形式出现来对抗新冠疫情及其对社会造成的后果。已经有孙子孙女为他们的祖父母录制播客,以使他们不会感到孤单。

  我们每个人都必须找到表达感情和友谊的途径:视频聊天、通电话、发电子邮件或是写一封信。我们也已经听闻协助行动不便老年人购物的美好事迹。我确信这样的事情会越来越多,作为一个整体,我们将证明我们不会彼此孤立。

  在此我呼吁你们遵守接下来一段时间的各项规定。作为政府,我们将不断重新审查哪些是可改进之处,哪些是必要的良策。

  这是一个动态的情况,我们将保持学习的能力,以便我们可以随时重新思考,协调其他机制并作出反应。我们也会对此进行说明。因此请大家不要轻信谣言,而是只相信会持续被翻译成多种语言的官方通告。

  我们是民主社会。我们的生活不受逼迫,而是与知识和知识的力量同行。这是一项历史性的任务,只能靠我们共同来完成。

  我绝对相信我们将克服这场危机。但是将有多少牺牲者?将失去多少亲人?这很大程度上掌握在我们自己手中。我们现在可以坚定地和衷共济,可以接受当前的约束并相互支持。

  当前形势严峻且变幻莫测,这使得每一个人是如何遵守纪律、如何遵守和执行规则变得十分紧迫而重要。

  即使我们从未经历过这样的事情,我们也必须证明我们能够真诚而明智地采取行动,从而挽救生命。毋庸置疑,这取决于每个人,取决于我们所有人。

  好好照顾自己,照顾好你们的亲人。谢谢你们!

  讲话原文

  „Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

  das Coronavirus verändert zurzeit das Leben in unserem Land dramatisch. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialen Miteinander - all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.

  Millionen von Ihnen können nicht zur Arbeit, Ihre Kinder können nicht zur Schule oder in die Kita, Theater und Kinos und Geschäfte sind geschlossen, und, was vielleicht das Schwerste ist: Uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind. Natürlich ist jeder von uns in solch einer Situation voller Fragen und voller Sorgen, wie es weitergeht.

  Ich wende mich heute auf diesem ungewöhnlichen Weg an Sie, weil ich Ihnen sagen will, was mich als Bundeskanzlerin und alle meine Kollegen in der Bundesregierung in dieser Situation leitet. Das gehört zu einer offenen Demokratie: dass wir die politischen Entscheidungen auch transparent machen und erläutern. Dass wir unser Handeln möglichst gut begründen und kommunizieren, damit es nachvollziehbar wird.

  Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen.Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.

  Ich möchte Ihnen erklären, wo wir aktuell stehen in der Epidemie, was die Bundesregierung und die staatlichen Ebenen tun, um alle in unserer Gemeinschaft zu schützen und den ökonomischen, sozialen, kulturellen Schaden zu begrenzen. Aber ich möchte Ihnen auch vermitteln, warum es Sie dafür braucht, und was jeder und jede Einzelne dazu beitragen kann.

  Zur Epidemie - und alles was ich Ihnen dazu sage, kommt aus den ständigen Beratungen der Bundesregierung mit den Experten des Robert-Koch-Instituts und anderen Wissenschaftlern und Virologen: Es wird weltweit unter Hochdruck geforscht, aber noch gibt es weder eine Therapie gegen das Coronavirus noch einen Impfstoff.

  Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unseres Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen. Zeit, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff entwickeln kann. Aber vor allem auch Zeit, damit diejenigen, die erkranken, bestmöglich versorgt werden können.

  Deutschland hat ein exzellentes Gesundheitssystem, vielleicht eines der besten der Welt. Das kann uns Zuversicht geben. Aber auch unsere Krankenhäuser wären völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Coronainfektion erleiden.

  Das sind nicht einfach abstrakte Zahlen in einer Statistik, sondern dass ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.

  Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit zu aller erst an alle wenden, die als Ärzte oder Ärztinnen, im Pflegedienst oder in einer sonstigen Funktion in unseren Krankenhäusern und überhaupt im Gesundheitswesen arbeiten. Sie stehen für uns in diesem Kampf in der vordersten Linie. Sie sehen als erste die Kranken und wie schwer manche Verläufe der Infektion sind. Und jeden Tag gehen Sie aufs Neue an Ihre Arbeit und sind für die Menschen da. Was Sie leisten, ist gewaltig, und ich danke Ihnen von ganzem Herzen dafür.

  Also: Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existentiell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird weiter funktionieren, die Versorgung wird selbstverständlich weiter gesichert sein und wir wollen so viel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren.

  Aber alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte, das müssen wir jetzt reduzieren. Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können.

  Ich weiß, wie dramatisch schon jetzt die Einschränkungen sind: keine Veranstaltungen mehr, keine Messen, keine Konzerte und vorerst auch keine Schule mehr, keine Universität, kein Kindergarten, kein Spiel auf einem Spielplatz. Ich weiß, wie hart die Schließungen, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, in unser Leben und auch unser demokratisches Selbstverständnis eingreifen. Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab.

  Lassen Sie mich versichern: Für jemandem wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpftes Recht waren, sind solche Einschränkungen nur in der absoluten Notwendigkeit zu rechtfertigen. Sie sollten in einer Demokratie nie leichtfertig und nur temporär beschlossen werden - aber sie sind im Moment unverzichtbar, um Leben zu retten.

  Deswegen sind seit Anfang der Woche die verschärften Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen zu einigen unserer wichtigsten Nachbarländer in Kraft.

  Für die Wirtschaft, die großen Unternehmen genau wie die kleinen Betriebe, für Geschäfte, Restaurants, Freiberufler ist es jetzt schon sehr schwer. Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Ich versichere Ihnen: Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern - und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren.

  Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen.

  Und alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert ist, und wenn Regale einen Tag mal leergeräumt sind, so werden sie nachgefüllt. Jedem, der in den Supermärkten unterwegs ist, möchte ich sagen: Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß. Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.

  Und lassen Sie mich auch hier Dank aussprechen an Menschen, denen zu selten gedankt wird. Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da sind für ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am Laufen halten.

  Jetzt zu dem, was mir heute das Dringendste ist: Alle staatlichen Maßnahmen gingen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst. So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.

  Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten anderer aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können.

  Es kommt auf jeden an. Wir sind nicht verdammt, die Ausbreitung des Virus passiv hinzunehmen. Wir haben ein Mittel dagegen: wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten. Der Rat der Virologen ist ja eindeutig: Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zum Nächsten und am besten kaum noch Kontakte zu den ganz Alten, weil sie eben besonders gefährdet sind.

  Ich weiß, wie schwer das ist, was da von uns verlangt wird. Wir möchten, gerade in Zeiten der Not, einander nah sein. Wir kennen Zuwendung als körperliche Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist leider das Gegenteil richtig. Und das müssen wirklich alle begreifen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge.

  Der gut gemeinte Besuch, die Reise, die nicht hätte sein müssen, das alles kann Ansteckung bedeuten und sollte jetzt wirklich nicht mehr stattfinden. Es hat seinen Grund, warum die Experten sagen: Großeltern und Enkel sollten jetzt nicht zusammenkommen.

  Wer unnötige Begegnungen vermeidet, hilft allen, die sich in den Krankenhäusern um täglich mehr Fälle kümmern müssen. So retten wir Leben. Das wird für viele schwer, und auch darauf wird es ankommen: niemanden allein zu lassen, sich um die zu kümmern, die Zuspruch und Zuversicht brauchen. Wir werden als Familien und als Gesellschaft andere Formen finden, einander beizustehen.

  Schon jetzt gibt es viele kreative Formen, die dem Virus und seinen sozialen Folgen trotzen. Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen, damit sie nicht einsam sind.

  Wir allen müssen Wege finden, um Zuneigung und Freundschaft zu zeigen: Skypen, Telefonate, Mails und vielleicht mal wieder Briefe schreiben. Die Post wird ja ausgeliefert. Man hört jetzt von wunderbaren Beispielen von Nachbarschaftshilfe für die Älteren, die nicht selbst zum Einkaufen gehen können. Ich bin sicher, da geht noch viel mehr und wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht allein lassen.

  Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist.

  Dies ist eine dynamische Situation, und wir werden in ihr lernfähig bleiben, um jederzeit umdenken und mit anderen Instrumenten reagieren zu können. Auch das werden wir dann erklären. Deswegen bitte ich Sie: Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen.

  Wir sind eine Demokratie. Wir leben nicht von Zwang, sondern von geteiltem Wissen und Mitwirkung. Dies ist eine historische Aufgabe und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen.

  Dass wir diese Krise überwinden werden, dessen bin ich vollkommen sicher. Aber wie hoch werden die Opfer sein? Wie viele geliebte Menschen werden wir verlieren? Wir haben es zu einem großen Teil selbst in der Hand. Wir können jetzt, entschlossen, alle miteinander reagieren. Wir können die aktuellen Einschränkungen annehmen und einander beistehen.

  Diese Situation ist ernst und sie ist offen.

  Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt.

  Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln und so Leben retten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.

  Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf. Ich danke Ihnen.“

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